Am 08.07.22 fand ein Schnuppergolftag mit “Unser Höchberghaus” eine Einrichtung die ambulant betreutes Wohnen anbietet.

Hier ein Bericht der Initiatoren Ulrich und Isa Wantzen.

 

Mit einem hohen Handicap von 54 beginnt man beim Golfspielen und kann sich durch viel Üben im Laufe der Zeit einen immer niedrigeren „Wert“ erspielen. 36 ist schon richtig gut, nach oben keine Grenze. Die Profis spielen mit 0 und weniger und werden zu Millionären. Üben, immer wieder üben bringt in allen Leveln Erfolg.

So auch bei Einschränkungen und Behinderungen von Geburt an oder erworben im Laufe des Lebens. Es wird, bildlich gesprochen, mit Handicap 54 gestartet und man kann man sich zum „besseren Wert“ spielen, aber meist bleibt es bei dem Einstiegswert und dem Üben, Üben und immer wieder Üben. Millionäre gibt es dabei nicht, obwohl alle diese Belohnung verdient hätten.

Golf hat den Ruf, elitär zu sein, verloren. Es zählt die sportliche Herausforderung, der Spaß beim Spielen für jede Altersgruppe, allein oder bis vier Spieler mit viel Bewegung in frischer Luft und, wer möchte, auch das Vereinsleben.

Um das zu erleben, folgt das „Unser Höchberghaus“ der Einladung des Golfclubs Steigerwald in Geiselwind am Freitag, den 08.07.22, für einen Schnuppernachmittag mit anschließendem Grillspaß.

„Unser Höchberghaus“ ist ein Ambulant Betreutes Wohnen für Leute unterschiedlichen Alters mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen. Hier „spielt“ man mit Handicap 54. Alle gehen leichten Beschäftigungen nach und sind gefühlt bei mindestens Handicap 36.

„Unser Höchberghaus“ ist eine private Initiative, geführt von Isa Wantzen und angeleitet von Fachpersonal, allesamt mit dem Wunsch, die Bewohner zu möglichst guten eigenen Leistungen zu bringen im Rahmen der Eingliederung. Jeder soll sich seinen Platz im Leben mit Unterstützung selbst „erspielen“ können, ähnlich wie beim Golfen. Mehr Infos unter www.unser-hoechberghaus.de

Hoch motiviert rückten wir also mit 15 Leuten in Geiselwind an, Bewohner und Personal, alle bereit, den Golfsport kennenzulernen und sich selbst auszuprobieren. Ein Muss: Turnschuhe und Golfkappe.

Nach der Begrüßung durch den Clubmanager Christian Zethmeier bewunderten wir, was er mit dem unscheinbaren, überraschend schweren kleinen Ball zustande brachte.

Und dann durften wir selbst ran – selbstverständlich mit Sicherheitsabstand! Besser ist besser. Auf der Driving-Range haben wir wie die Weltmeister abgeschlagen. Dabei zeigte sich, dass es gar nicht so einfach war, den Ball überhaupt zu treffen. Das zerrte bei einigen schon an den Nerven.

Beim Putten wuchs das Selbstbewusstsein wieder, denn dies ähnelt dem allen bekannten Minigolf. Hier wurden dann etliche Bälle mit viel Freude eingelocht. Das Pitchen fiel einigen Teilnehmern überraschend leicht, wenn auch die Technik oft eine sehr persönliche war.

In Golfcarts begleiteten wir live Herrn Zehtmeier und den Clubpräsidenten Herrn Florian Rückel beim Spielen auf Loch 1 und 2, bewunderten das Können der beiden und erhielten einen tollen Eindruck dieses weitläufigen Platzes.

Beim anschließenden Grillen in der Halfwayhütte des wunderschönen Golfclubs konnten wir uns stärken und unsere Erfahrungen austauschen. Ein unvergesslicher Nachmittag! Wir danken!

Kontakte         www.unser-hoechberghaus.de